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Presse
08.10.2010

Ein Beleg für das große Vertrauen

Schmidt TJS 630
Schmidt TJS 630

Flughafen Halle-Leipzig setzt weiterhin auf Schmidt / Neun Maschinen bis Ende 2010

 

Der Flughafen Halle-Leipzig optimiert seinen Winterdienst durch weitere Maschinen von Schmidt Ende August wurden auf dem Flughafen, der als Frachtdrehkreuz von internationaler Bedeutung ist, sechs Räumkehrblasmaschinen offiziell übergeben. Im Lauf des Jahrs folgen noch 2 Schneefrässchleudern Supra 5001 und eine Hochleistungsschneeschleuder TS 10000. Ausgeschrieben worden waren die Projekte europaweit. „Damit zählt der Flughafen Halle-Leipzig zu unseren größten und wichtigsten Kunden in Deutschland“, sagte Schmidt-Vertriebsleiter Gerd Kröning bei einer Feierstunde anlässlich der Übergabe. „Dieser Auftrag ist ein Zeichen des Vertrauens und der Partnerschaft, wofür wir uns bedanken.“ Der Flughafen Halle-Leipzig, internationales Kürzel LEJ, besitzt die größte Flotte an Winterdienst-Maschinen und -Fahrzeugen, die das prägnante Logo von Schmidt tragen.

 

Fünf TJS-C 630 sowie eine TJS-C 420 – jeweils aufgebaut mit MAN-Triebkopf, die Maurer Fahrzeugbau mit einem hydrostatischen Fahrantrieb ausgestattet hatte – wurden dem Flughafen vor wenigen Tagen übergeben. „Es war ein partnerschaftliches Zusammenarbeiten, bei dem alle Seiten voneinander profitiert haben“, sagte Andreas Fritzsche, der als regionaler Vertriebsleiter das Projekt begleitete. „Die Mitarbeiter des Flughafens haben ihre Erfahrungen – vor allem die aus dem vergangenen strengen Winter – eingebracht, was zu einer Optimierung vieler Details und Komponenten bei allen beteiligten Unternehmen geführt hat.“ Daher waren bei der Übergabe auch die Fahrer der Winterdienst-Flotte eingeladen. Fritzsche: „Es war zwar nicht immer einfach, alle Ideen und Wünsche sofort umzusetzen, aber mit dem Ergebnis können wir mehr als zufrieden sein. Vielen Dank.“

 

Rund 50 Gäste waren zur Übergabe der sechs Maschinen in der ehemaligen Feuerwache auf dem südlichen Flughafenareal eingeladen, darunter Vertreter der neben Schmidt beteiligten Firmen Toni Maurer aus Türkheim und MAN. Vor dem mittlerweile als Fahrzeughalle genutzten Gebäude parkten eine neue TJS-C 630 und die neue TJS-C 420 ausgestattet jeweils mit einem Flughafen-Schneepflug aus der MS-Serie. Außerdem stand dort eine schon seit vielen Jahren zum Flughafen-Inventar gehörende Supra 3001. Sie diente als schöner Beleg dafür, dass der Flughafenbetreiber schon seit vielen Jahren auf Schmidt-Technik setzt. Ohne die neue Investition zählt der Airport 20 TJS-C 630, drei TJS-C 420 und fünf kompakte CJS Räumkehrblasmaschinen, drei Schneefrässchleudern vom Typ Supra 3001 und 4001, vier Sprühfahrzeuge sowie eine fast unüberschaubare Zahl von Flughafen-Schneepflügen.

 

Mit den zusätzlichen Maschinen – es folgen noch zwei Schneefrässchleudern Supra 5001 sowie eine TS 10.000 – optimiert der Flughafen seinen Winterdienst. Wolfgang Wenzel, Leiter Fahrzeug- und Gerätetechnik und seit 1975 am Airport beschäftigt: „Wir haben unseren Bedarf an Maschinen und Ausstattung für den Betrieb im Winter mit der Universität Leipzig errechnet. Mit dieser Erweiterungsinvestition erfüllen wir nun unseren selbst gesetzten, hohen Standard, können noch gezielter reagieren.“ Immerhin geht es um mehr als 2,2 Millionen Quadratmeter Fläche, das entspricht etwa 440 Fußballfeldern, die rund um die Uhr verkehrsfähig gehalten werden müssen. Besonderes Augenmerk liege auf den beiden Start- und Landebahnen, und da vor allem auf der südlichen für den Frachtflug. Die Bahn ist 3600 Meter lang und 60 Meter breit. „Wir haben exakt 15 Minuten Zeit, um sie zu räumen“, so Wenzel. „Jede Minute mehr kostet den Flughafen einen fünfstelligen Betrag.“

 

Der Flughafen Halle-Leipzig, 1927 als Flughafen Schkeuditz gegründet, gehört in Deutschland zu den Top 3 der Frachtdrehkreuze. Hier hat unter anderem DHL ein sogenanntes Air-Hub, also eine zentrale Distribution, inklusive Bahnanschluss, Tanklager und Hangar. Geflogen wird hier rund um die Uhr, wobei der Schwerpunkt im Frachtverkehr in der Nacht liegt. Daher unterstützt Schmidt den Flughafenbetreiber mit einem 24-Stunden-Service, der durch eine räumliche Nähe untermauert ist. Vertriebsleiter Gerd Kröning: „Unser Service-Standort in Wiedemar ist keine zehn Minuten entfernt. Dementsprechend haben wir eine sehr kurze Reaktionszeit.“

 

Angesichts der neuen Maschinen, an deren Herstellungsprozess die Erfahrungen seiner Mitarbeiter eingeflossen waren, freute sich Wolfgang Wenzel auf den kommenden Winter: „Ich hoffe auf viel Schnee, weil ich natürlich auch wissen will, ob unsere Anregungen richtig waren.“ Bei seinen Mitarbeitern lösten diese Anmerkungen allerdings nur verhaltenen Zuspruch aus. Dafür war der vergangene, schneereiche Winter einfach noch zu präsent; zumal während der Feierstunde Bilder von Einsätzen und den Schneemassen auf einer großen Leinwand zu sehen waren.

 

Die Räumkehrblasmaschine vom Typ TJS-C 630 mit dem 7,20 Meter breiten, neunscharigen Flughafen-Schneepflug MS 72.1 K ist ausgestattet mit einer 6.300 mm breiten, hydraulisch angetriebenen Kehrwalze und einem Gebläseaggregat. Ihre Arbeitsbreite beträgt 5.340 mm, ihr Arbeitstempo – je nach Schneehöhe – bis zu 60 km/h. Die Kehrwalze ist pendelnd aufgehängt, so dass sie unabhängig von Fahrzeugbewegungen und Bodenunebenheiten auf der gesamten Räumfläche aufliegt. Das hydraulisch angetriebene Blasaggregat erzeugt einen bis zu 145 m/s schnellen Luftstrom. Dieser tritt unmittelbar über dem Boden aus und trocknet die gekehrte Fläche oder bläst Schneereste und Flüssigkeit vor den Rädern des Hinterwagens nach links oder rechts zur Seite. Für den Transport lassen sich sowohl Schneepflug, Gebläseeinheit als auch Kehrwalze einklappen, wodurch die Durchfahrtsbreite auf 2.550 mm sinkt.

 

Bei der etwas kleiner dimensionierten TJS-C 420, sie ist mit einem Flughafen-Schneepflug vom Typ MS 56.1 ausgestattet, hat die Kehrwalze eine Breite von 4.200 mm. Sie entfernt Eis- und Schneereste – je nach Einstellung – bis zu einer Breite von 3.560 mm. Das hydraulisch angetriebene Blasaggregat bläst mit 125 m/s ebenfalls wahlweise nach links oder rechts zur Seite. Im Transportmodus weisen TJS-C 420 und TJS-C 630 die gleiche eine Breite von 2.550 mm auf. Je nach Schneehöhe kann auch die kompakte TJS-C 420 mit einem Tempo von bis zu 60 km/h arbeiten. Auf Grund ihrer Bauweise ist die TJS-C 420 außerordentlich wendig und auch für das Räumen auf dem Vorfeld und sonstigen Verkehrsflächen geeignet.